Leistung
Sonderanfertigungen aus Metall
Sonderanfertigungen lassen sich nicht pauschal bepreisen — der Aufwand steckt in der Konstruktion, nicht im Material. Als Orientierung: Der Materialanteil liegt bei Einzelstücken oft nur bei 20 bis 30 Prozent des Preises, der Rest ist Planung, Fertigung und Oberfläche. Wer Kosten sparen will, setzt deshalb bei der Konstruktion an, nicht beim Werkstoff.

Was typischerweise angefragt wird
Sonderanfertigung heißt: Es gibt das nicht von der Stange. In der Praxis sind das meist Möbelgestelle und Tischuntergestelle aus Stahl, Regalsysteme und Raumteiler, Vordächer in ungewöhnlichen Zuschnitten, Fahrradständer und Müllboxen, Maschinengestelle und Betriebseinrichtungen, Grabmale und Kunstobjekte — oder Passstücke, wenn ein Serienprodukt schlicht nicht passt.
Vom Entwurf zum Bauteil
Je klarer die Vorgabe, desto belastbarer das Angebot. Eine Handskizze mit Maßen reicht für den Einstieg völlig aus — sie ist oft aussagekräftiger als eine vage Beschreibung. Fotos der Einbausituation helfen zusätzlich.
Was Sie klären sollten, bevor Sie anfragen: Wo wird das Teil eingebaut, innen oder außen? Muss es Lasten tragen, und wenn ja, welche? Welche Oberfläche soll es haben? Diese drei Antworten entscheiden über den Großteil des Preises.
Oberfläche: der unterschätzte Kostenfaktor
Bei Einzelstücken macht die Oberfläche häufig einen erheblichen Teil des Preises aus. Roh belassener und nur geölter Stahl ist am günstigsten und im Innenbereich sehr beliebt. Pulverbeschichtung ist der Standard für dauerhafte Farbigkeit. Feuerverzinken ist im Außenbereich Pflicht, verzieht aber dünne Bleche durch die Hitze — das muss bei der Konstruktion mitgedacht werden.
Edelstahl geschliffen ist die teuerste Variante, weil das Material teuer ist und die Verarbeitung sauber sein muss. Dafür entfällt jede Nachbehandlung.
Sonderanfertigungen ist einer von elf Bereichen, in denen wir vermitteln. Einen Überblick über alle Leistungen und den Ablauf finden Sie auf der Startseite der Metallbau-Vermittlung oder in der Leistungsübersicht.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich ein Angebot für eine Sonderanfertigung?
Eine Skizze mit Maßen und ein Foto der Einbausituation reichen für den Einstieg. Wichtig sind die Angaben, ob das Teil innen oder außen sitzt, ob es Lasten trägt und welche Oberfläche gewünscht ist. Je konkreter, desto belastbarer das Angebot.
Lohnt sich eine Einzelanfertigung überhaupt?
Wenn es ein passendes Serienprodukt gibt, ist das fast immer günstiger. Sonderanfertigung lohnt sich bei ungewöhnlichen Maßen, besonderen Lasten, gestalterischen Ansprüchen oder wenn ein vorhandenes System ergänzt werden soll.
Kann ein Betrieb nach meiner Zeichnung fertigen?
Ja, das ist der Normalfall. CAD-Daten sind ideal, eine bemaßte Handskizze funktioniert aber ebenso. Bei tragenden Bauteilen prüft der Betrieb die Statik oder verlangt einen Nachweis — die Verantwortung dafür kann er nicht einfach übernehmen.
Passt oft dazu
Schweißarbeiten & Reparaturen
Reparatur und Anpassung an vorhandenen Konstruktionen, auf Wunsch vor Ort.
Rampen & Außentreppen
Außentreppen und barrierefreie Rampen, tragend ausgeführt nach DIN EN 1090.
Toranlagen & Schiebetore
Schiebe-, Dreh- und Hoftore, manuell oder mit geprüfter Antriebs- und Sicherheitstechnik.
Sonderanfertigungen in der Region
In diesen Orten ist sonderanfertigungen besonders häufig gefragt — dort finden Sie auch die lokalen Besonderheiten beschrieben.